Die Grillparty in der Garage

Mai 21st, 2010 · No Comments

Am vergangenen Samstag wollten zwei Familien eine Grillparty abhalten. Inmitten von Stuttgart herrschte jedoch so schlechtes Wetter, dass an das Grillen im Freien nicht zu denken war. Deshalb entschlossen sich die Familien, die Grillparty kurzerhand in die Garage zu verlegen, eine folgenschwere Entscheidung.

Denn obwohl mittlerweile allgemein bekannt sein dürfte, dass der in Innenräumen betriebene Grill gefährliches Kohlenmonoxid entwickelt, wird er immer noch häufig in Garagen und Co. verwendet. Im besagten Fall zogen sich die beiden Familien in die Garage zurück, verschlossen Tore und Fenster, so dass keinerlei Luftzufuhr mehr möglich war. Grund dafür war der, die Nachbarn nicht stören zu wollen. Ein modernes Belüftungssystem, wie es bei neueren Garagen und Fertiggaragen schon Standard ist, gab es bei besagter Garage noch nicht.

Kurz darauf entwickelte sich das Kohlenmonoxid und breitete sich in der gesamten Garage aus. Insgesamt fünf Personen zwischen 13 und 52 Jahren wurden dabei durch das Kohlenmonoxid stark beeinträchtigt. Alle in der Garage befindlichen Gäste litten an einem leichten Schwindelgefühl, zwei von ihnen wurden sogar ohnmächtig und konnten in letzter Sekunde ins Freie gebracht werden. Die Einlieferung ins Krankenhaus war wegen des Verdachts auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung bei allen fünf Personen notwendig, wie die Feuerwehr mitteilte.

An diesem drastischen Beispiel zeigt sich einmal mehr die Bedeutung eines funktionstüchtigen Lüftungssystems in den Garagen, sowie eines Verzichts auf die Umfunktionierung der Garage zum Partyraum. Sicher kann man in Garagen feiern, aber bitte ohne Grill und nur, wenn eine gewisse Luftzufuhr gegeben ist. Bei einem Sommerschauer beispielsweise kann auch der Carport als sinnvolle Unterstellmöglichkeit für die Grillparty-Gäste gewählt werden. Vor Nässe ist man geschützt und die Temperaturen sinken in der Regel nicht so stark ab, wie es derzeit leider der Fall ist.